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SENIOREN Bericht Wanderung Lenk 22.-24.Sep.2008 ?

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STV Seniorenwanderung Lenk 22.- 24.09.08



22.09.2008
Es war noch frisch beim Umsteigen in Bern und Spiez, aber das war nicht von Bedeutung, denn die Stockhornkette und der Niesen zeigten sich im wolkenlosen Himmel in voller Pracht und es versprach ein wunderbarer Tag zu werden. Der Zug schlängelte sich durchs sonnige Simmental und wiegte die 15köpfige Wandergruppe hin und her. Als Wiegenlied und Einstimmung gab uns Fredi seine Variante des Simmentaler Liedes zum Besten. Nach einem kleinen Umweg im Bahnhof Zweisimmen fanden wir auch das Bähnchen in die Lenk. Entgegenkommend war dann der kurze Weg zum Hotel Wildstrubel, wo wir unser Gepäck stationierten. So erleichtert ging es gleich los in Richtung Talstation der Gondelbahn auf den Betelberg. Je höher wir kamen umso weiter wurde das Panorama beherrscht durch den breiten Rücken des Hahnenmoos und dem mit Schnee bedeckten Wildstrubel. Die Auswahl im Bergrestaurant war reichlich und so fand jeder etwas, das seinen Hunger stillte. Mit einer Stunde Vorsprung auf die Marschtabelle verliessen wir das Betelberg Restaurant und nahmen den Luchs-Trail unter die Füsse. Der Trail führte erst über die grosse Alpweide, dann sanft abwärts längs des Wallbachtales, wechselte in einen etwas steileren Zig-Zag-Pfad bis die Skistation Wallegg erreicht war. Luchsen begegneten wir auf dem Luchs-Trail keinem. Jedoch um sicher zu gehen etwas zu sehen, hatte der Verkehrsverein in den Gebüschen und zwischen den Tannen lebensgrosse Tierattrappen versteckt.
Nach der Skistation wurde der Trail nach einem kurzen flachen Wegstück wieder steiler. Und bei jedem Zig oder Zag trafen wir auf ein Waldtier oder berühmten Kopf aus der Gegend, die aus einem Baumstrunk lebensecht geschnitzt waren. Die Gartenwirtschaft der Wallegg war so einladend, dass wir unmöglich daran vorbei gehen konnten. Auf dem letzten Teilstück teilte sich die Wandergruppe, denn einige wollten die viel gerühmte Wallegg-Schlucht nicht missen. Es ist erstaunlich welche Formen das Wasser über die Jahrhunderte aus dem Felsen gewaschen hat. Es zwängte sich zwischen vom Wasser und Geröll polierten Felsbrocken durch, sprang über kleine Wasserfälle und formte da und dort wunderbare "Gletscher-mühlen". Über Treppen und Brücken folgten wir dem Bach bis wir aus der Schlucht traten und die Lenk unter uns sichteten. Bald hatten wir das Tal erreicht und in kürze unser Hotel. Das Einchecken ging reibungslos und kurz danach erholten sich einige im Schwimm- und im Dampfbad des Sporthotels. Kurz vor sieben trafen wir uns im Restaurant, wo uns zum Abschluss des ersten Tages ein vorzügliches Viergang-Menü serviert wurde.

23.09.2008
Wie eine Herde hungriger Tiere warteten wir auf das Öffnen der Türe zum Restaurant. Nach dem das reichhaltige Büffet in den Bäuchen verschwunden war, ging es zum Bahnhof, von wo uns das Postauto zum Restaurant Alpenrösli transportierte.
Das erste Ziel war der Iffigen Wasserfall. Ein imponierendes Naturschauspiel wie sich der Bergbach 50m über den Felsen in die Tiefe stürzte. Weiter führte der Weg nun steil aufwärts entlang des Baches. Bis zur Iffigenalp waren 400 Höhenmeter zu bewältigen, was dem einen oder anderen Schweisstropfen auf die Stirne trieb und den Rücken nässte. Der Nebel hing noch schwer über den Bergen als wir nach gut zwei Stunden das Restaurant auf der Iffigenalp erreichten.
Da die Rückkehr erst um 15 Uhr geplant war, wollten Paul, Otti, Toni und ich die Wandermöglichkeiten in dieser schönen Gegend noch etwas nutzen. So entschieden wir uns, die Wanderung noch bis zum Iffigensee fortzusetzen. Und los ging's. Nach 11/2 Stunden erreichten wir die Anhöhe zum See und hatten eine wunderbare Sicht auf das Iffigental. Erst hinter einem "Felsentor" und nach einem kurzen Abstieg wurde der Blick frei auf den See - eingezwängt zwischen einer senkrecht aufsteigenden Felswand und einer steilen Bergflanke. Einzigartig waren die von den Schatten der Felsen und Nebelfetzen hervorgerufenen Farben - von hellblau über azur bis tiefblau. In der Ferne konnte sogar die Wildhornhütte gesichtet werden. Pünktlich waren wir vor der Abfahrt des Postautos wieder im Restaurant der Iffigenalp zurück.
Die Mehrheit der SeniorenInnen machte in der Zwischenzeit eine Wanderung bis kurz unterhalb die Groppi Hütte und genoss anschliessend die Köstlichkeiten der Küche: wie Älplermakkaroni, kalte Platten mit Trockenfleisch und Alpkäse, Merängge und Kaffifertig. Punkt 15 Uhr brachte uns das Postauto zurück ins Tal. Mit Bummeln im Dorf, mit Schwimmen und im Dampfbad sich erwärmen oder auch einfach im Bett sich ausruhen wurde die Zeit bis zum Nachtessen ausgefüllt. Und wieder wurde uns ein gutes Abendessen flott serviert und anschliessend der Tag bei gemütlichem Beisammensein abgeschlossen.

24.09.2008
Diesmal konnte das Frühstücksbuffet ohne Warten gestürmt werden. Der Abmarsch war eine Stunde später, da die Wanderung zum Lenkersee und den Simmenfällen durch die Fahrt mit dem Postauto ersetzt wurde. Niemand war böse darüber. Der Himmel war fast wolkenlos und es war noch recht kalt. Wir froren an die Finger, als wir den Pfad über Felsplatten und Steinstufen entlang der Fälle bis zur Barbarabrücke aufstiegen. Oben angekommen waren nur Heidi und Kläri zu finden. Wo war Heiri - hat er wohl in seinem Eifer die Abzweigung verpasst? Nun folgten wir der steil aufsteigenden Bergstrasse bis zur Alphütte Retzliberg, die wir nach gut 2 Stunden erreichten. Da es für die Mittagsrast noch zu früh war, wurde entschieden, erst die Siebenbrunnen zu besichtigen. Es war wirklich einmalig zu sehen, wie das Wasser aus einer Felsritze hervorsprudelte. In der Zwischenzeit hatte die Küche geöffnet und es wurden Käseschnitten getränkt mit reichlich Weisswein aufgetischt. Anschiessend ging es hinter die viel gerühmten Riesen Meränggen. Zum Abschluss offerierte die Wirtin, der zunehmend lustig werdenden Gesellschaft (wohl Auswirkungen der Käseschnitten) eine Runde Kaffifertig. Besonders erwähnenswert ist, dass denjenigen, die keinen Kaffi wollten, dieser an ihrer Zeche in Abzug gebracht wurde. Wo gibt's noch so was! Mit vielleicht wackligen Beinen (Annahme des Berichterstatters) ging es über die Bergstrasse wieder zurück ins Tal, wo das Postauto sie aufnahm und sicher in die Lenk brachte.
Die Ausreisser: Und erneut stellte sich die Frage, was könnte man unternehmen, bis das Postauto uns zurückfährt. Paul machte den Vorschlag über die Langermatte zur Iffigenalp zu wandern. Und schon hatte er Otti und mich überzeugt. Der Aufstieg war richtig steil und nach 11/2 Stunden waren die 450 Höhenmeter auch geschafft. Der Ausblick war die Anstrengung wert - hinter uns die hohe Felswand über den Siebenbrunnen, die letztlich im Wildstrubel seine Krönung fand und vor uns das Tal der Iffigenalp. In weniger als einer Stunde sassen wir wie tags zuvor wieder im Restaurant und liessen uns von der sympathischen Bedienung verwöhnen. Um 15 Uhr brachte uns das Postauto wieder ins Tal, wo kurze Zeit danach auch unsere Kollegen eintrafen. Nach einem gemeinsamen Abschiedstrunk im Wildstrubel war es wieder so weit, die Heimreise anzutreten. Das dreimalige Umsteigen auf der Heimfahrt hielt uns in Bewegung und zeigte, dass man auch auf den Bahnsteigen längere Wanderungen durchführen kann. Müde aber glücklich erreichten alle unbeschadet Biel, was der umsichtigen Organisation von Willi zu verdanken war. Die abwechslungsreichen Wanderungen und die Möglichkeiten diese nach seinen Bedürfnissen zu kürzen oder auszudehnen, werden sicher jedem Teilnehmer in bester Erinnerung bleiben. Es waren schöne drei Tage. Und mit der Hotelauswahl hatte Willi eine glückliche Hand. Das Preis - Leistungsverhältnis war super.
Im Namen aller, besten Dank für deine gute Vorbereitung, Information und Durchführung.

Teilgenommen haben: Therese und Willi Bögli, Hannes Bürgi, Carlo Giraudi, Heidi und Fredy Hafen, Willi Huber, Otto Kreienbühl, Toni Lustenberger, Heidi und Hans Marti, Kläri Peter, Heidi Roth, Heinich Roth und Paul Schiess.

Carlo






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