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Jahresbericht Chef Aktive 2008

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Jahresbericht des Chef Aktiven 2008


Jedes Mal wenn ich den Jahresbericht schreibe, denke ich: Was schon wieder ein Jahr vorbei?! Man hat wirklich den Eindruck die Zeit vergeht wie im Flug. Nun, so ist es halt eben.
Was brachte uns das vergangene Vereinsjahr? Um es vorweg zu nehmen: Es war weniger spektakulär und hektisch als in den vergangenen Jahren. Aber auch das ist der Lauf eines jeden einzelnen. Einmal geht es rauf, dann wieder runter. Wichtig ist, dass man das Steuer immer in der Hand und somit das Schiff sicher unter Kontrolle hat, sei es auf hoher See oder in ruhigeren Gewässern.
Der sportliche Höhepunkt war auch im abgelaufenen Vereinsjahr das seeländische Turnfest in Studen. Wir traten mit einem verkleinerten Team an, das - so aus meiner Sicht - das Maximum herausholte. Bereits im Vorfeld war zu realisieren, dass wir unter den gegebenen Konstellationen nicht mehr an die Leistungen der vergangenen fünf Jahre anknüpfen konnten. Bei vielen TurnerInnen haben sich in familiärer, beruflicher und gesundheitlicher Hinsicht Veränderungen ergeben. So war die Vorbereitungszeit auch nicht immer einfach. Aber wann ist es das schon? Zwei Disziplinen mussten gestrichen werden, weil schlichtweg zu wenige TurnerInnen teilnehmen konnten. Es handelte sich um die 4 x 100 m sowie den Weitsprung. Diese Tatsache zeigt deutlich, dass wir an einem Punkt angelangt sind, der uns nicht mehr viel Spielraum zulässt, resp. an unserem Lebensnerv gekratzt hat.
Dennoch haben sich alle eingesetzt und auch der Versuch, ein paar Jugeler in der Pendelstafette starten zu lassen, ist positiv zu werten. Mein im Vorfeld gestecktes Ziel von 27 Punkten wurde gerademal erreicht. Immerhin reichte dies noch locker für eine Platzierung unter den Top Ten der Seeländer Vereine. Zudem waren unsere zwei Einzelturnerinnen in der Leichtathletik Caroline Spahni und Conny Hirschi im 4-Kampf nicht zu schlagen und durften die zwei obersten Treppchen des Siegerpodestes besteigen. An dieser Stelle nochmals herzliche Gratulation. In den letzten Jahren wurde immer viel um den Hans-Schumacher-Pokal geschrieben. Jetzt gehört er endlich uns! Der Gemeindepräsident von Müntschemier hat uns diesen für die Seeländer Vereine wichtigsten Preis definitiv übergeben, nachdem wir ihn in den letzten fünf Jahren ununterbrochen gewonnen hatten. Auf diese Trophäe dürfen wir stolz sein! Wer ihn bewundern möchte, kann sich bei Jan Christen melden.
Die Turnstunden im Vorfeld des Seeländischen wurden, wenn nicht etwas dazwischen kam, an sich gut besucht, und ich hatte den Eindruck von einer guten Stimmung auf dem Platz. Aber was läuft sonst in den Turnhallen? Dieses Kapitel gehört leider zur Kehrseite der Medaille und stimmt mich nachdenklich. Die Turnstunden neben der Vorbereitung zu den Turnfesten werden nämlich von vielen Turnenden links liegen gelassen. Die Beteiligung zwischen den Sommer- und Herbstferien ist geradezu katastrophal. Verschiedene Nachfragen, was geändert werden soll um diesen Trend zu trotzen, verlaufen im Sand.
Deshalb die schlichte Frage: Was möchten die TurnerInnen? Einfach am seeländischen Turnfest teilnehmen und mehr nicht? Und warum schaffen wir es nicht, Jugeler in die Aktivsektion nachzuziehen? Machen wir etwas falsch? Fragen über Fragen, auf die man oft keine Antwort erhält. Es ist nicht etwa so, dass wir in dieser Hinsicht nichts unternehmen. Sobald die Jugeler die Schule verlassen, werden die Prioritäten ganz anders gesetzt. Der sogenannte Druck von verschiedenen Seiten auf die Jungen wird offenbar immer grösser. Zudem will sich niemand mehr freiwillig in einem Verein engagieren. Aber wo läuft das hin? Jeder von uns kann sich dazu Gedanken machen und sich die Antwort selber ausmalen.
Die erste Konsequenz für den schwachen Besuch der Turnstunden wurde bereits gezogen. So wurden am Donnerstag die Lektionen mit der Fitnessriege zusammengelegt, d.h. am Donnerstag wird Unihockey gespielt. Je nach Anzahl Teilnehmender wird in beiden Hallen "gestöckelt". Dies wird auch zwischen Herbst und Winter so beibehalten.
Deshalb ein Aufruf an alle Turnenden: Macht euch ernsthafte Gedanken über eure STV-Zukunft.
Trotz diesen eher negativen Zeilen freut es mich natürlich immer, dass ich auf ein wirklich gutes Leiterteam zurückgreifen kann. An dieser Stelle möchte ich es nicht unterlassen, den Leitern Jänu, Ändu, Michu und Reto ganz herzlich für die Unterstützung der über 70 Lektionen zu danken. Ohne euch wäre es nicht möglich, den Turnbetrieb aufrecht zu erhalten. Vielen Dank. Ich möchte aber auch sonst allen vielmals danken, die unseren Turnverein das ganze Jahr in irgendeiner Form hindurch unterstützen. Ein grosses Dankeschön natürlich auch allen TurnerInnen für deren Teilnahme an den Turnstunden. Hoffen wir, dass wir auch in Zukunft noch oft lachen und Spass zusammen haben werden.

Rémi Prétôt, Chef Aktive






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